
Volle Härte gegen die Hardliner
Es klingt paradox: Erst verkündet Iran den Verzicht auf eine Urananreicherung im eigenen Land, vermittelt hatten dies die Türkei und Brasilien. Kurz darauf kommt eine eiskalte Antwort aus den USA: Washington habe sich mit den anderen ständigen Mitgliedern des Uno-Sicherheitsrats und Deutschland auf einen Resolutionsentwurf geeinigt, der härtere Strafen gegen Iran vorsieht, verkündete US-Außenministerin Hillary Clinton.
Kommentar: Fassen wir zusammen: jahrelang steht der Iran im Visier der USA, da er angeblich in den Besitz einer Atomwaffe kommen möchte. Nein, der Grund für den geplanten Einmarsch in den Iran ist natürlich nicht, dass der US-Dollar keinen eigenen Wert mehr besitzt, da die USA überschuldet sind. Nein, der Grund ist nicht, dass der Dollar weltweit nur noch deshalb aktzeptiert wird, da er die Weltwährung ist. Nein, der Grund ist nicht, dass der Dollar als Weltwährung letztlich nur durch das US-Militär abgesichert ist, welches über die Hälfte des gesamten weltweiten Militärhaushalts verfügt. Nein, der Grund ist nicht, dass der Iran aus diesem Spiel ausscheren möchte, Öl gegen andere Währungen verkaufen oder gar tauschen möchte. Damit wäre der Dollar hinfällig und damit die USA bzw. deren private FED. Nein, der Iran wird angegriffen, da er Atomwaffen bauen will. Halt sagt der Iran: bau ich doch gar keine Atomwaffen! Er gibt sich kompromissbereit, verzichtet auf die Anreicherung von Uran. Problem gelöst, könnte man sich denken. Aber halt: ganz böser Iran jetzt: jetzt muss man da erst recht einmarschieren, denn der reagiert ja nur auf Härte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Deutschland und Frankreich als Vasallen der USA gleich dabei. Ach, Vasallen, böses Wort? Ist nicht von mir, sondern von Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski, der in einem seiner Bücher diesen Ausdruck für die beiden genannten Staaten verwendet. Der war auch mal Berater von Präsident Carter. Auch brüstet er sich heute noch, der Sowjetunion den Afghanistankrieg eingefädelt zu haben. Bitte um Entschuldigung für den Sendung-mit-der-Maus-Stil.