…wenn die Währung (z.B. durch Inflation) zusammenbricht und somit die zwei Billionen Euro an Staatsschulden verschwinden, dann wird der „kleine“ Bürger dadurch entlastet, dass er darauf keine Zinsen in Form von Steuern und Abgaben mehr bezahlen muss. Im Gegenzug verliert er natürlich auch alle Werte von Lebensversicherungen (welche gerne in Bundesanleihen investieren), privaten Rentenversicherungen, Festgeld, Tagesgeld, Sparkonten, Bargeld, Bundesanleihen. Der große Vorteil ist, dass im Folgenden die Steuerersparnis (keine Zinsen mehr für Staatsschulden) größer ausfällt als der Verlust der Zinseinnahmen auf die obengenannten Anlageformen. Er ist aber nicht von der Negativzone in den positiven Bereich gerutscht, sondern in die Nullzone. Das „Spiel“ beginnt also von Vorne. Die ganz großen Vermögenden werden ihre Gelder eben gerade nicht in den genannten Anlagebereichen angelegt haben – was wollen die beispielsweise mit einer Allianz Lebensversicherung, wenn ihnen doch Teile der Allianz selbst gehören? Und falls doch: dann gehen sie vor dem Crash z.B. in „Edelmetalle und sichere Werte mit Absicherung“. Sie verlieren also nichts. Wo findet hier also die Umverteilung von „oben“ nach „unten“ statt? Kann man die bei einem Crash auftretende Auslöschung der Schulden durch das Verschwinden der entsprechenden Guthaben nach Prof. Senf automatisch mit einer Umverteilung von oben nach unten gleichsetzen??
Zusammengefasst würde ich sagen, würde man mit “unten” alle bezeichnen, die Schulden oder Guthaben bis in den fünfstelligen Bereich haben, und mit “oben” diejenigen, die über die große Vermögen im mehrstelligen Millionenbereich verfügen, dann erfolgt bei einem Crash keine Umverteilung von ”oben” nach “unten”. Vielmehr erweckt es den Anschein, da die Schuldner beispielsweise entschuldet werden und diejenigen mit geringem Vermögen im fünstelligen Bereich dieses verlieren. Beide sind anschließend bei Null. Aber diejenigen, die “oben” sind, bleiben unangetastet. Das ist nicht die Gruppe, die eine Lebensversicherung hat. Sie hat die Lebensversicherung an sich oder Teile davon als Eigentum über Aktien etc.
Kommentar in eigener Sache