Archive for Juli, 2010

Teil 3: Wolfgang Eggert: der verratene Widerstand

Samstag, Juli 10th, 2010

“Eine Bande von Verbrechern habe ein Attentat auf Adolf Hitler verübt, doch der zum Glück unversehrt gebliebene Führer konnte diese Verschwörung vereiteln und die heimtückischen Verschwörer selbst würden ihrer gerechten Strafe und der baldigen Hinrichtung zugeführt. So ein Bericht aus einer zeitgenössischen Darstellung einer Zeitung zum 20. Juli 1944.”, so der Beginn des Interviews aus der Reihe “Gegen den Strom” von und mit Michael Vogt im Gespräch mit Wolfgang Eggert.Wolfgang Eggert, Historiker und Publizist, berichtet davon, dass Artikel in dieser Ausführung in den führenden US-Zeitungen zu finden waren, beispielsweise in der New York Times und in der Herald Tribune.

Herr Eggert berichtet beispielsweise davon, dass es Churchill in Großbritannien nicht um die Beseitigung des Nazismus ging, sondern im Rahmen seiner Denkrichtung des Kräftegleichgewichtes in Europa um die Vernichtung Deutschlands. “Wir führen Krieg, nicht um den Nazismus zu brechen, wir führen Krieg nicht um Hitler zu beseitigen, wir führen Krieg nicht um den Faschismus zu beerdigen sondern wir führen einfach nur Krieg um Deutschland zu beerdigen. Wir wollen, dass diese Vormacht in Europa für immer gebrochen wird”, so war die direkte Anweisung Churchills entsprechend der Aussage Wolfgang Eggerts.

Wolfgang Eggert weist im folgenden des Interviews darauf hin, dass die deutschen Widerständler gegen das NS-Regime von den Alliierten Mächten absichtlich abgewiesen wurden, obwohl bei einer entsprechenden Unterstützung ein Erfolg sehr wahrscheinlich war. Im folgenden des Interviews spricht Herr Eggert detailliert von den Hintergründen des Geschehens.

Auch weist Herr Eggert darauf hin, dass in der Anfangsphase des Dritten Reiches 18 der 20 größten Finanziers Adolf Hitlers nicht aus Deutschland, sondern aus dem Ausland kamen, mit Schwerpunkt England und der USA. Mit ein Hauptkapitalgeber war Prescott Busch aus der bekannten Familie Bush, aus der schließlich zwei US-Präsidenten hervorgegangen sind. Entsprechend der Aussage Herrn Eggerts wurde Prescott Bush nach dem zweiten Weltkrieg von der US-Regierung aus den genannten Gründen sogar teilweise enteignet.

Teil 2: Ellen Brown: eine unabhängige Geldpolitik

Freitag, Juli 9th, 2010

Die US-Autorin Ellen Brown, Autorin des bereits oft zitierten Buches “Der Dollar Crash”, berichtet in ihrem Artikel (Quellenangabe s.u.) davon, wie Deutschland in den 1930er-Jahren wirtschaftlich wieder auf die Beine gekommen ist. Hierzu zitiert sie zunächst den Ökonom Henry C. K. Liu, welcher diese Form der damaligen deutschen Finanzpolitik als »souveräne Kreditvergabe« bezeichnet.

Über Deutschlands bemerkenswerte wirtschaftliche Entwicklung schreibt er:

»1933 kamen in Deutschland die Nazis an die Macht - in einer Zeit, in der die deutsche Ökonomie völlig kollabiert war; das Land litt unter ruinösen Kriegsreparationen und hatte keinerlei Aussicht auf ausländische Investitionen oder Kredite. Doch durch eine unabhängige Finanzpolitik der souveränen Kreditvergabe sowie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die für Vollbeschäftigung sorgten, gelang es dem ›Dritten Reich‹, ein bankrottes Deutschland, das über keinerlei Kolonien mehr verfügte, die es hätte ausbeuten können, in die stärkste Wirtschaft Europas zu verwandeln - und zwar innerhalb von vier Jahren, sogar noch bevor die Rüstungsausgaben stiegen.« (5)

Ellen Brown weiter in ihrem Artikel:

“Es besteht kein Zweifel daran, dass sich Hitler schwerster Verbrechen schuldig gemacht hat, vor allem in den späteren Jahren seines Terrorregimes, aber eine Zeitlang war er in Deutschland recht populär. Der Grund bestand offensichtlich darin, dass er es schaffte, Deutschland aus den Tiefen der weltweiten Wirtschaftsdepression herauszuholen. Das gelang ihm durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die mithilfe einer Währung bezahlt wurden, die die Regierung selbst geschöpft hatte. Zu den ersten Projekten, deren Finanzierung auf diese Weise gesichert wurde, gehörten Maßnahmen zum Hochwasserschutz, der Instandsetzung öffentlicher Gebäude und Privathäuser sowie dem Bau neuer Gebäude, Straßen, Brücken, Kanälen und Häfen. Die veranschlagten Kosten der verschiedenen Programme wurden auf eine Milliarde der nationalen Währung festgesetzt. Nicht-inflationäre Wechsel in Höhe von einer Milliarde Reichsmark wurden zur Begleichung der Kosten dieser Projekte ausgestellt. [Ellen Brown, die im Amerikanischen dafür den Ausdruck »Labor Treasury Certificates« benutzt, meint damit offenbar die von Zarlenga in The Lost Science of Money erwähnten »Mefo-Wechsel« - Anm. d. Übers.] Bei diesen öffentlichen Projekten wurden Millionen von Arbeitern beschäftigt, die in Form dieser Wechsel bezahlt wurden. Die Arbeiter bestritten mit diesen Wechseln wiederum ihre Konsumausgaben, wodurch weitere Arbeitsplätze geschaffen wurden. Diese Papiere waren eigentlich nicht schuldenfrei, aber sie wurden in Form von Anleihen herausgegeben, und die Regierung zahlte den Inhabern auch Renditen dafür. Aber sie zirkulierten als Geld und konnten unbegrenzt verlängert werden, wodurch sie de facto zu einer Währung wurden. Ihr weiterer Vorteil bestand darin, dass die Regierung keine Kredite bei internationalen Geldgebern aufnehmen oder internationale Schulden zurückzahlen musste. (6) Da diese Wechsel nicht auf den internationalen Finanzmärkten gehandelt wurden, waren sie außer Reichweite für die Währungsspekulanten. Mit ihnen konnte nicht auf Baisse spekulierte werden, denn man konnte sie niemandem verkaufen; also behielten sie ihren Wert.

Innerhalb von zwei Jahren war in Deutschland das Problem der Arbeitslosigkeit gelöst worden und das Land stand wirtschaftlich wieder auf eigenen Füßen. Es hatte eine solide, stabile Währung und keine Inflation, und das zu einer Zeit, in der viele Millionen Menschen in den USA und anderen westlichen Ländern immer noch arbeitslos oder auf Sozialhilfe angewiesen waren. Deutschland schaffte es damals sogar, den Außenhandel wieder einigermaßen in Gang zu bringen, obwohl es damals keine ausländischen Kredite erhielt und mit einem Wirtschaftsboykott des Auslands fertig werden musste. Das gelang durch eine Art Tauschsystem: Ausrüstungen und Waren wurden unter Umgehung der internationalen Banken direkt mit anderen Ländern ausgetauscht. Dieses System des direkten Austausches von Waren und Gütern funktionierte ohne Schulden und ohne Handelsdefizite. Obwohl dieses deutsche Wirtschaftsexperiment nur kurze Zeit währte, kann es einige dauerhafte Erfolge vorweisen; dazu gehört die berühmte Autobahn, das erste umfassende Schnellstraßennetz der Welt. (7)

Die Lehren der Geschichte sind nicht immer so, wie sie scheinen

Deutschlands damalige Strategie, der lähmenden Schuldenfalle zu entkommen und eine am Boden liegende Volkswirtschaft wieder anzukurbeln war zwar clever, wurde aber keineswegs von den Deutschen erfunden. Das Prinzip, dass eine Regierung sich selbst und die nötigen Staatsausgaben durch den Druck und die Herausgabe von Papierbelegen für gelieferte Güter und Dienstleistungen finanzieren kann, wurde erstmals in der Geschichte von den amerikanischen Siedlern in den damaligen britischen Kolonien praktisch angewandt.”

Quellenangaben:

Ellen Brown: Erinnerungen an die Hyperinflation in Weimar-Deutschland, Online-Artikel, Kopp-Verlag, 26.5.2009

Ist es jetzt wieder an der Zeit, die Schubkarren herauszuholen? Eine neue Betrachtung der Hyperinflation in der Weimarer Republik. Einige besorgte Kommentatoren prophezeien uns eine massive Hyperinflation wie zu Zeiten der Weimarer Republik im Jahre 1923, als die geplagten Deutschen mit einer Schubkarre voller Geldscheine noch nicht einmal ein Brot kaufen konnten. Ein Editorial, das am 29. April in der Zeitung San Francisco Examiner erschien, enthielt die Warnung: »Mit einem bisher nie dagewesenen Defizit von annähernd zwei Billionen Dollar ist der [vom Präsidenten für 2010] veranschlagte Haushalt ein todsicheres Rezept für eine Hyperinflation. Also unterstützt jeder Senator und Kongressabgeordnete, der für diesen Monsterhaushalt in Höhe von 3,6 Billionen Dollar stimmt, einen Kaufrausch, der aus Amerika eine zweite Weimarer Republik machen könnte.«

(5) Henry C. K. Liu, »Nazism and the German Economic Miracle«, Asia Times, 24.05.2005.

(6) S. Zarlenga, a.a.O.

(7) Matt Koehl, »The Good Society?«, Rense, 13. Januar 2005.

Teil 1: Daniele Ganser: die Nato Geheimarmeen

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Als 1980 das Oktoberfestattentat verübt wurde, stand sofort die Einzeltäterschaft eines Neonazis aus der Wehrsportgruppe Hoffmann fest. Offiziell hat man das abgehakt als ein Anschlag einer isolierten Gruppe. Nicht untersucht aber hat man, inwiefern rechtsextreme Gruppen einer NATO-Geheimarmeen in dieses Verbrechen involviert und integriert waren.Gehen rechts- und linksextremistische Terroranschläge in Wahrheit auf das Konto verdeckt operierender Geheimarmeen der NATO und der westlichen Geheimdienste? Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher an der Universität Basel, wirft einen Blick auf das Geschehen.

Er ist in seiner mehrjährigen Forschungsarbeit auf brisante Dokumente gestoßen, die belegen, dass die von den USA angeführte NATO-Militärallianz nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Ländern Westeuropas geheime Armeen aufgebaut hat, die von den Geheimdiensten CIA und MI6 trainiert wurden. Gladio (vom lateinischen “gladius” für Schwert) oder auch Stay-Behind-Organisation war der Name dieser “Unternehmung”. Ihr ursprüngliches Ziel: im Falle einer sowjetischen Invasion als Guerilla zu kämpfen, um die besetzten Länder wieder zu befreien. Doch dabei ist es nicht geblieben. Gezielt wurden Attentate gegen die eigene Bevölkerung ausgeführt, um Unsicherheit zu erzeugen und den Ruf nach einem starken Staat zu unterstützen.

Dass die Geheimarmeen des Westens unverändert tätig seien, davon geht Dr. Ganser aus: Das bedeute zwar nicht, dass hinter jedem Terroranschlag Gladio stecken müsse, aber dies sei einfach ein Feld, dem man sich stellen sollte, so Ganser.

Quellenangaben

Buchtitel:

Daniele Ganser: Nato-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung, Orell Fuessli Verlag, April 2009, ISBN-13: 978-3280061060

Internetpräsenz:

Dr. Daniele Ganser
http://www.danieleganser.ch
Schweizer Historiker und Friedensforscher
Dozent am Historischen Seminar, Universität Basel

Forschungsschwerpunkte Dr. Gansers:

◦ Internationale Zeitgeschichte seit 1945
◦ Verdeckte Kriegsführung und Geostrategie
◦ Geheimdienste und Spezialeinheiten
◦ Peak Oil und Ressourcenkriege
◦ Wirtschaft und Menschenrechte

Posting bei Misterdax.de

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Stellen wir uns vor, ein Sonnensturm würde unsere Elektronik vollkommen lahmlegen und ein Kreuzfahrtschiff mit 2000 Passagieren würde auf einer einsamen unbekannten Insel auflaufen, welche groß genug ist, alle Passagiere leicht zu ernähren. Nach 50 Jahren wird die Gruppe gefunden. Es stellt sich heraus: zwei Prozent von allen gehört 50 % der Insel. Zwanzig Prozent der Leute haben insgesamt 70 % der Insel. 200 Leute sind arbeitslos. 600 kommen geradeso durch Jobs über die Runden. Täglich verhungert einer. Was würde man vermuten? Hat der Wahnsinn System oder ist er mal grad so zufällig entstanden, weil man bei der Einführung eines Geldtauschsystems halt mal einen kleinen Fehler gemacht hat wodurch 40 Leute (zufällig genau die, die das System eingeführt haben) halt zufällig dadurch extrem reich geworden sind?