Löschen statt sperren

Löschen statt sperren - der richtige Weg im Umgang mit kinderpornografischen Webseiten.

Hier der aktuelle Stand (Meldung auf heise online vom 15.7.2010):

Laut der Statistik des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco sind im Ausland vorgehaltene kinderpornographische Webseiten nach einer Intervention der Selbstregulierungseinrichtung zu 50 Prozent innerhalb von fünf Tagen offline. Binnen zwei Wochen sind es aber bereits 93 Prozent der unerwünschten Angebote, der Rest verschwinde in der Folgezeit aus dem Web. Mittelfristig bleibt laut INHOPE-Vertretern auch jenseits der deutschen Grenzen keine einzige gemeldete einschlägige Domain online … Auch laut Tests der Kinderschutzorganisation Carechild und des Arbeitskreises gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) lassen sich kinderpornographische Webseiten im Ausland relativ einfach aus dem Netz löschen. Beim AK Zensur hieß es etwa 2009, man habe 60 einschlägige, auf Sperrlisten verzeichnete Webauftritte löschen lassen können, wofür gerade einmal zwölf Stunden Zeit nötig gewesen seien.

Kommentar: Auch merkt der Artikel an, dass die Zeit, die momentan noch nötig ist, um die Seiten zu löschen und aus dem Netz ganz zu entfernen, durch die Aufstockung von Personal bei den entsprechenden Behörden weiterhin reduziert werden könnte. Dies ist der richtige Weg: löschen statt sperren - illegale Inhalte werden umgehend aus dem Netz entfernt. Das Netz bildet aber weiterhin das unzensierte freie Medium zum Informationsaustausch für alle freien und mündigen Bürger. 

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